Repair Cafe

RepairCafeRepair Café am 16.04.2016 in Schweinfurt war wieder ein Erfolg

Am 16. April fand nun schon zum dritten Mal das Repair Café der kirchlichen Umweltgruppen – wie gewohnt im geräumigen Pfarrsaal von St. Anton - statt. Der Platz wurde auch benötigt, denn es waren immerhin 15 Experten, die - mit vielfältigem Gerät ausgestattet - reparierten, anleiteten und berieten.

Sehr schön bringt eine Besucherin in einer Dankesmail die Veranstaltung auf den Punkt:
„ … beim gestrigen Repair-Cafe konnte mir wieder geholfen werden. Zudem habe ich erfahren, warum man den Batteriewechsel bei Armbanduhren besser nicht selber durchführen sollte. Auch die Kuchen waren wieder sehr lecker. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die wir hier in Gerolzhofen auch gerne hätten. Ich freue mich schon auf den 22. Oktober …. Großes Lob und ein dickes Dankeschön gebührt allen Organisatoren, Experten und fleißigen Helfern im Hintergrund, ohne die so eine Veranstaltung ja nicht machbar wäre. Auch der Stand der Essenretter vom "Fair-Teiler" war eine hervorragende Idee. So konnten noch eine Vielzahl von Lebensmitteln vom Wegwerfen bewahrt werden.“

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Zweites Repair-Café am 10.10.2015 in Schweinfurt

Am 10. Oktober 2015 hat das zweite Schweinfurter Repair-Café stattgefunden, wie immer mit tatkräftiger Unterstützung des Teams "Grüner Gockel" unserer Kirchengemeinde Gochsheim.

Bitte lesen Sie dazu auch den Bericht auf der Homepage des Evang.-Luth. Dekanats Schweinfurt:
Link: https://www.schweinfurt-evangelisch.de/inhalt/45-jahre-alte-hoehensonne-strahlt-wieder


Premiere Repair-Café in Schweinfurt am 18.04.2015

Kein Fall für den Sperrmüll

Gedämpfte, erwartungsvolle Atmosphäre im sog. „Repair-Café“. Viele, aber keinesfalls laute Gespräche, eher Fachsimpeleien. Von interessierten Neugierigen umlagerte Arbeitstische. Ab und an vernehmbares Klopfen und Bohren im geräumigen Pfarrsaal von St. Anton.

Das alte Radio aus den Sechzigern - besser gesagt seine Besitzerin - muss sich noch etwas gedulden, was aber bei dem Kaffee- und Kuchenangebot nicht schwer fällt. Zudem liegen dort lesenswerte Flyer aus, z.B. „Zehn Tipps zum Spritsparen beim Autofahren“. Sobald ein Basteltisch frei geworden ist, wird die Dame anhand ihrer Laufnummer auf dem Anmeldebogen aufgerufen werden. Was an ihrem Gerät defekt ist, weiß sie also noch nicht. Natürlich könnte Sie sich für billiges Geld ein wunderschönes Neuradio kaufen, aber sie hängt eben an dem Nostalgie-Röhren-Stück. Und zugleich tut sie etwas gegen den Konsumterror und für die Ressourcen dieser Erde.

Emmi Sengfelder, die Umweltbeauftragte des Evang.-Luth. Dekanates Schweinfurt, hat diesen ersten Repair-Café-Treff zusammen mit Kristina Schmitt, Umweltauditorin von St. Anton, organisiert. Sie sind echt überrascht vom regen Interesse. Bereits eine Viertelstunde vor der eigentlichen Öffnung begann der Andrang. Sogar aus dem Landkreis Bad Kissingen und dem Dekanat  Bamberg seien einige eigens angereist, nachdem sie darüber in der Presse gelesen hatten. Doch Sengfelder hat nicht nur tüchtig die Werbetrommel gerührt, sondern auch ehrenamtliche, kirchliche Umweltgruppen in Gochsheim, Nieder- und Oberwerrn und Schweinfurt aktiviert und Vernetzungen hergestellt. Ferner sind Fachleute aus Schonungen, Schwebheim und Wipfeld anwesend – sie alle in ganz praktisch gelebter Ökumene.

Sogar Dekan Stefan Redelberger schaut vorbei, um sich ein Live-Bild in „seinem“ Gemeindehaus zu machen und die vortreffliche Organisation wertzuschätzen. Emmi Sengfelder betont: „Es geht um die Sache. Wir wollen für andere Menschen da sein. In unserer Umweltarbeit setzen wir einen Kontrapunkt gegen die Wegwerfmentalität in unserer Gesellschaft. Wir verstehen uns als  Anwälte für die Bewahrung der Schöpfung.“

Defekte Kaffeemaschinen, Toaster, Schallplattenspieler, Fahrräder, nackte Puppen, aufgeschlitzte Teddybären,  – eigentlich müsste dies alles entsorgt werden. Aber an vielem hängt eben die Erinnerung oder aber der Geldbeutel ist nicht so voll, dass sogleich Ersatz gekauft werden kann. Besonders um elektrisch-mechanische Utensilien geht es. Kostenpunkt? Am Ausgang steht eine aus Pappe gebastelte Spendenbox.

Inzwischen läuft das Projekt schon gut drei Stunden und Herr Brüggemann am Anmeldetisch wird, nach über hundert „Kunden“, nun einen Aufnahmestopp verhängen müssen, denn sonst wären die ehrenamtlichen Reparateure bis in den Abend hinein beschäftigt. Die Wartezeit beträgt inzwischen sowieso bis zu einer Stunde. Außerdem müssen hernach die mitgebrachten Spezialwerkzeuge wieder gut verstaut und der Saal saubergemacht werden.

Das nächste Repair-Café wird erst in einem halben Jahr, am 10. Oktober 2015, wieder im Pfarrsaal St. Anton von 10.00-14.00 Uhr öffnen. Für viele sicher ein bisschen spät. Manches kaputte Gerät dürfte dann schon entsorgt sein. Eigentlich schade drum.

Dr. Bergler

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